La Gomera – der kleine grüne Urwald

 
 

La Gomera liegt leuchtend grün, mitten im Atlantik. Von ihrer „großen Schwester“ Teneriffa, dem Sitz der Provinzregierung,  ist La Gomera in einer knappen Stunde per Fähre oder mit kleinen kanarischen Passagiermaschinen zu erreichen.  Das spanische Festland ist mehr als tausend Kilometer entfernt.

Urlaubsinsel La Gomera

Die ganze Insel La Gomera hat mit etwa 22.300 Einwohnern, die sich auf knapp 370 Quadratmetern verteilen,  weniger Bürger als eine deutsche Kleinstadt.  Nur die siebte Insel im Bunde, El Hierro, ist noch kleiner, als La Gomera. Was hier zählt ist die Natur, die von vulkanischer Landschaft und üppigem Grün geprägt ist.

Zentrum in der Mitte des Eilandes La Gomera ist der Vulkanschlot Los Organos und der höchste Berg Garajonay, der sich mit 1.487 Meter in den Himmel streckt. Auf seinem Rücken wächst der größte Lorbeerwald der Erde im gleichnamigen Nationalpark. Die UNESCO deklarierte den Park auf La Gomera 1986 zum Weltnaturerbe und stellte es so unter besonderen Schutz. Aromatischer kann man nicht wandern und spazieren. Der würzige Duft weckt Hochgefühle.

Die Insel La Gomera selbst entstand vor etwa zwölf Millionen Jahren, wie alle ihre kanarischen Nachbarinseln aufgrund vulkanischer Aktivität. Schon die Phönizier haben die Insel La Gomera vermutlich gekannt. Die ersten Einwohner allerdings sollen Angehörige der nordafrikanischen Berber gewesen sein. Von ihnen könnte auch der Name abgeleitet sein, denn es gab zu dieser Zeit einen alten Berberstamm, der sich Ghomara nannte. Dies sind aber lediglich unbestätigte Vermutungen.

Die Insel La Gomera wurde 1404 von Jean de Béhtencourt im Namen der spanischen Krone erobert. Für die Ureinwohner folgten Zeiten der Vertreibung oder sie wurden als Sklaven verkauft. Eine harte Herrschaft des Grafen Hernán Peraza sorgte für zahlreiche Unruhen und Aufstände, die von den Eroberern blutig zurück geschlagen wurden. Eine weitere wichtige Episode in der Geschichte der Insel  La Gomera ist der Zwischenstopp von Christoph Kolumbus, der von hier aus über den Atlantik setzte, um Amerika zu entdecken. Es heißt, dass er den neuen Kontinent mit Quellwasser aus La Gomera getauft haben soll.

Im 16. Jahrhundert gedieh der Handel mit gomerischem Zuckerrohr und Wein, später kam der rote Farbstoff der Cochinilla-Laus hinzu. Ende des 19. Jahrhunderts brach die gesamte Handelswelt zusammen und viele Gomeros flüchteten vor der Armut nach Venezuela oder Kuba, um dort das Überleben ihrer Familien zu sichern und ihr Glück in der Fremde zu suchen. Aufgrund der vielen Auswanderer, auch auf den anderen Inseln, wird Venezuela häufig als „achte kanarische Insel“ bezeichnet. Noch heute bestehen viele familiäre Verknüpfungen nach Südamerika. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist La Gomera, als Teil der Kanarischen Inseln eine Freihandelszone.

Heute, zu Beginn des 21.Jahrhunderts lebt die Insel La Gomera noch immer vor allem von ihrer Landwirtschaft. Es werden Wein, Bananen, Tomaten und Kartoffeln angebaut. Darüber hinaus ist La Gomera für seine spezielle Soße Almogrote bekannt, die aus Käse und scharfem Paprika hergestellt wird. Schmackhaft ist auch der typische Ziegenkäse oder der fangfrische Fisch, der hier zum Alltagsleben gehört. Viele Produkte sind mittlerweile mit einem Prädikatssiegel als typisch gomerisch ausgewiesen und werden auf den europäischen Märkten als Delikatessen gehandelt.

Ein zweites wichtiges Standbein auf La Gomera ist der Tourismus, wobei dieser unter dem Motto sanfter Tourismus betrieben wird. Wer Trubel und Party sucht, sollte um La Gomera einen großen Bogen machen. Hier zählen die Natur, die Ruhe und die Ursprünglichkeit der Insel. Die meisten Besucher kommen zum Ausruhen, Wandern, Golfen oder lassen sich in einer Wellness-Oase verwöhnen.

In der so genannten Schweinebucht im Valle Gran Rey fanden sich in der Hippiezeit der 70er Jahre zahlreiche Aussteiger, die in den Höhlen am Strand hausten. Auch heute noch findet man vereinzelt Menschen, die sich dorthin zurückgezogen haben. Die Inselbewohner wundern sich zwar manchmal über die Fremden, stören, lassen sie sich aber nicht. Im Gegenteil mittlerweile sind abendliche Trommelkonzerte und kleine improvisierte Showeinlagen am Strand Teil des unkomplizierten Unterhaltungsprogramms für Besucher.

Der seit 1999 existierende Flughafen auf La Gomera in Alajeró ist nur klein und kann von internationalen Passagiermaschinen nicht angeflogen werden. Wer La Gomera als Urlaubsort wählt, muss zunächst nach Teneriffa fliegen und kann dort via Fähre oder interinsulärem Flugverkehr weiterreisen. Dafür hat man dann auch Ruhe total.

Der Atlantik zwischen Teneriffa und La Gomera ist ein bevorzugtes Gebiet der kanarischen Wal- und Delfinpopulationen. Von beiden Seiten aus, gibt es deshalb regelmäßige Whale Watching Touren. Eine weitere Besonderheit, die die Gomeros mit Stolz erfüllt, ist die überlieferte Pfeifsprache, der Silbo Gomero. Diese noch aus der Zeit der Guanchen stammende Verständigung, ermöglichte eine Kommunikation der verstreut lebenden Inselbewohner über weite Strecken und tiefe Schluchten hinweg. Selbst innerhalb der kanarischen Gemeinschaft handelt es sich um eine Eigenheit, die nirgendwo sonst bekannt ist. Um dieses Teil der Kultur auch in Zukunft zu erhalten, wird die Pfeifsprache sogar in den Schulen unterrichtet. Ein weiteres bemerkenswertes Element ist das Trinkwasser auf La Gomera. Es wird aus unterirdischen Quellen und durch Vulkangestein gefiltertes Regenwasser gespeist. Die Qualität gilt als hervorragend. Studien zufolge ist das Wasser in Qualität und Zusammensetzung mit einem Mineralwasser vergleichbar.

Wie auf anderen Kanareninseln auch, ist der Süden der Insel La Gomera eher warm und trocken, während die Passatwinde im Norden für regelmäßigen Niederschlag, vor allem in den Wintermonaten, und eine blühende und grünende Landschaft sorgen.

La Gomera ist ein Geheimtipp für Menschen, die im Urlaub Ruhe und Erholung auf stille Weise suchen. Naturliebhaber, Wanderer, Taucher, Mountainbiker oder Golfer kommen hier auf ihre Kosten und können für den stressigen Alltag in der Heimat auftanken.


 
  
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